Logistik & Supply Chain Management |
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So gut wie alle Betriebe sind in zunehmendem Maße
abhängig von ihren Zulieferern und Abnehmern. Durch die Größe der
Branchen, der Vielfältigkeit der Produkte und der starken Abhängigkeiten
von externen Faktoren sind viele Zusammenhänge in der
Wertschöpfungskette für den einzelnen Betrieb nur schwer zu erkennen.
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| Vorgangsweise | |
| 1) ANALYSE DER WESENTLICHEN PROZESSE Vor der eigentlichen Modellbildung werden die wesentlichen, in vielen Betrieben vorkommenden Geschäftsprozesse, erfasst und analysiert. Neben den "typischen" Prozessen, die häufig bis sehr häufig vorkommen, gibt es auch "atypische" Prozesse. Diese kommen zwar nicht so oft vor, sind aber durch die Ausnahmestellung besonders wichtig. Die Prozesse, ihre Wechselwirkungen und die Auswirkungen von Änderungen spezifischer Rahmenbedingungen werden bestimmt und ihre Parameter (z.B. Durchlaufzeit, Kosten, Qualität, Sensibilität auf Weltmarktpreis,...) festgelegt. Entscheidend ist es, die Auswirkung von · "internen Faktoren" (= von Mitgliedern der Wertschöpfungskette steuerbare oder beeinflussbare Faktoren wie Entscheidungen oder Handlungen) · "externen Faktoren" (= von Mitgliedern der Wertschöpfungskette nicht oder kaum steuerbare oder beeinflussbare makroökonomischen Faktoren wie Wechselkurse, Rohstoffpreise) auf Zielgrößen (Key Performace Indicators), die für jeden Papierhersteller wichtig sind (Qualität, Preis, Servicegrad, Termintreue, Lieferqualität) darzustellen. 2) ABSTRAKTION DER GEMEINSAMEN, HÄUFIG VORKOMMENDEN ABLÄUFE Die gefundenen (typischen und atypischen) Geschäftsprozesse in verschiedenen Betrieben werden abstrahiert und in eine modulare Form gebracht. So können künftig die meisten anderen vorkommenden Abläufe mit diesen Basismodulen dargestellt werden. 3) ABBILDUNG DER ABSTRAHIERTEN ABLÄUFE AUF MATHEMATISCHE STRUKTUREN Die Abbildung der Abläufe auf mathematische Strukturen bilden die Basis für ein mathematisches Modell. Bei der Abbildung werden vor allem die Regeln der diskreten Simulation angewandt (z.B. "Queuing"). 4) ENTWICKLUNG EINES MATHEMATISCH/LOGISTISCHEN MODELLS In dem zu entwickelten mathematischen Modell werden die gefunden Abläufe dynamisch (d.h. unter Einbeziehung der zeitlichen Dimension) miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei entspricht z.B. verstärkte Kundennachfrage dem "source", die Bearbeitung der Anfragen einem "knot" und die Erledigung einem "sink". Solche und natürlich weit komplexere Beziehungen müssen im Modell erstellt und verknüpft werden. 5) ERSTELLUNG VON MODULEN ZUR COMPUTERGESTÜTZTEN OPTIMIERUNG Ausgehend von den oben erwähnten "Basismodulen" wird in einer Simulationsumgebung zu jedem "Realmodul" (d.h. einer realen Situation) ein "Simulationsmodul" entwickelt (d.h. ein Softwaremodul, welches die jeweilige Situation in abstrahierter Form, aber möglichst realitätsnah wiedergibt). Dabei werden sowohl Module für bestimmte Produkte als auch für bestimmte Abläufe entwickelt. So können praktisch alle in Wirklichkeit vorkommenden Abläufe aus den einzelnen Modulen zusammengesetzt werden. 6) ERSTELLUNG EINER KOMPLETTEN SIMULATION Als letzter Schritt werden die Module zu größeren Einheiten zusammengesetzt, sodass eine reale Situation wiedergegeben wird. Damit können dann alle wesentlichen Prozesse im Supply Chain analysiert und optimiert werden |
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