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Dr. Erik Parteder, Plansee AG
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PLANSEE AG
Die PLANSEE Unternehmensgruppe zählt zu den weltweit führenden
Herstellern von pulvermetallurgischen Produkten und Komponenten. PLANSEE
steht für innovative Anwendungen von Hochleistungswerkstoffen. Die drei
wesentlichen Kompetenzbereiche sind: umfassendes Know How über
Werkstoffe und deren Eigenschaften, die Nutzung modernster
Verfahrenstechniken sowie profundes Anwendungswissen.
Im Frühjahr 1999 wurde das Team um Erwin Rybin, damals bei den Austrian
Research Centers beschäftigt, von PLANSEE damit beauftragt, ein
geplantes neues Walzwerk zu simulieren um schon lange vor Inbetriebnahme
die Funktionsweise überprüfen und optimieren zu können. In drei Monaten
wurde dieses neue Walzwerk mit allen Komponenten komplett am Computer
abgebildet und die einzelnen Arbeitsabläufe optimiert. Die wesentlichen
Schritte dieses Projekts waren:
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Analyse des geplanten Systems
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Abstraktion auf ein mathematisches Modell
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Erstellung eines Computermodells
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Modellvalidierung und Verifikation mit den
Fachleuten von PLANSEE
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Simulation bestimmter Szenarien
(Produktionssteigerung, Engpassanalyen...)
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Analyse der Ergebnisse
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Umsetzung der optimalen Szenarien in die aktuelle
Planung
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Laufende Kontrolle und Optimierung durch das
Computermodell während der Planungsphase und später im laufenden
Betrieb
Abschließend D.I. Erik Parteder, zuständig für Prozesssimulation,
Bauteiloptimierung und Werkstoffmechanik bei Plansee AG:
Plansee AG in Reutte/Tirol konnte durch die Unterstützung der
Simulationsgruppe um Dr. Rybin von den Austrian Research Centers die
Planung der Fertigungsabläufe für ein neues Stab- und Drahtwalzwerk
wesentlich realistischer als mit konventionellen, statischen Methoden
durchführen. Durch die inkrementelle zeitliche Betrachtung konnte nicht
nur das komplexe Zusammenspiel einzelner Anlagenkomponenten
visualisiert, sondern auch der Materialfluss durch den gesamten
Anlagenkomplex beschrieben werden. Dadurch wurden bereits vor der
Inbetriebnahme Problemstellungen aufgezeigt und gelöst, die ansonsten zu
einer wesentlich längeren Inbetriebnahmephase geführt hätten.
D.I. Erik Parteder, Prozesssimulation, Bauteiloptimierung und
Werkstoffmechanik
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Dr. Dieter Bader, Berndorf Band
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Berndorf Band
Den ersten Kontakt mit Simulationsrechnung hatten wir von
Berndorf Band bei einem von Dr. Rybin (Austrian Research Centers)
veranstalteten Seminar zur Optimierung von Produktionsanlagen. Wenige
Monate danach beauftragten wir das Team um Dr. Rybin eine Simulation
durchzuführen. Unsere jährliche Investitionsplanung stand an und wir
wollten sehen, ob die schwer kalkulier- und argumentierbaren Vorteile
eines optimalen Material- und Arbeitsflusses darstellbar sind. Die
Ergebnisse waren so überzeugend, dass wir sofort weitere Simulationen
durchführten. Und tatsächlich entdeckten wir beträchtliche
Einsparungspotentiale durch geringfügige Änderungen bei der neuen
Produktion, die im Zuge der Fusion mit HUECK ENGRAVING derzeit in
Berndorf aufgebaut wird. So konnten wir mit geringem Aufwand die
bestehende und die neue Produktion gezielt verbessern und den Vorstand
eindrucksvoll von der Notwendigkeit und Effizienz gewisser Investitionen
und Entscheidungen überzeugen.
Dr. Dieter Bader, Produktionsleiter Berndorf Band
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Dipl.-Ing. Andreas Zwerger, Bombardier Transportation |
Bombardier Wien
Die Austrian Research Centers haben für Bombardier Wien eine
Simulation für die kurz- und mittelfristige Planung unserer
Produktionsanlage für Straßenbahnen entwickelt. Mit Hilfe dieser
Simulation ist es uns nun möglich, die Engpässe schon lange vor ihrem
Auftreten zuerkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu setzen. Das
Entwicklungsprojekt wurde in erweiterbare Funktionsstufen untergliedert,
das heißt der Detaillierungsgrad der Simulation kann von
zusammengefassten Blöcken (z.B. Abteilungen) bis auf einzelne Maschinen
erhöht werden. Bereits in der ersten Ausbauphase der Simulation konnten
wir für anstehende Aufträge Ergebnisse und Analysen erzielen, die
anderweitig nur durch einen vielfach höheren Personaleinsatz erreichbar
gewesen wäre. Der Nutzen der Simulationsergebnisse liegt also bereits in
sehr frühen Projektstadien oder sogar noch in der Angebotsphase vor.
Iterativ können dann weitere Lösungen gefunden werden, die der Engpass-
und Durchlaufproblematik entgegenwirken. Derzeit planen wir die
Simulationstechnik in einer weiteren Ausbauphase zu implementieren.
BOMBARDIER TRANSPORTATION DI. Andreas Zwerger Director Technical
Services, BWS Continental Europe |