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Prozessorientierte Unternehmensgestaltung ist eine
relativ neue Managementmethode, die speziell in Wachstumsbranchen sowie bei innovativen Betrieben erfolgreich
eingesetzt wird.
Ziel des Prozessmanagements ist es, versteckte Potentiale bzw. eventuelle
Schwachstellen in der Wertschöpfungskette
eines Unternehmens zu erkennen und die Effizienz
der Abläufe durch geeignete Maßnahmen zu verbessern.
Die Umstrukturierung einer Organisation alleine reicht nicht aus, um konkrete
Vorteile zu erzielen: im Normalfall sind bei der Neustrukturierung eine Vielzahl
von nachträglichen Änderungen während des laufenden Betriebs notwendig, um
die Effizienz der Abläufe schrittweise zu optimieren.
Die einfache Darstellung der Abläufe in Flow-Charts ist zwar der notwendige
Beginn einer prozessorientierten Organisation, aber ohne eine darauf aufsetzende
Simulation bleiben die Überlegungen und Maßnahmen viel zu statisch, um eine
nachhaltige Prozessoptimierung zu erzielen. Die Folge sind eine Vielzahl von
nachträglichen Anpassungen um zu einer halbwegs zufrieden stellenden Struktur
zu gelangen. Um diesen „try and error“ Prozess abzukürzen bzw. um die nachteiligen
Auswirkungen im laufenden Betrieb zu vermeiden, ist die Computersimulation
ein mächtiges Hilfsmittel.
Simulation gestattet es, komplexe Betriebsabläufe und deren Verhalten in
Modellen abzubilden und aus diesen sehr rasch und mit geringen Kosten
bereits im voraus Erkenntnisse von hoher Genauigkeit zu gewinnen. Durch
die Simulation wird also eine Realitätsnähe fast wie im Echtbetrieb
erreicht, ohne jedoch die Nachteile von falsch oder unvollständig
aufgesetzten Betriebsabläufen in Kauf nehmen zu müssen.
Insbesondere im wachsenden Wettbewerb ist Computersimulation das wesentliche
Instrument, um trotz ständig wechselnder Randbedingungen immer die optimalen
Maßnehmen treffen zu können.
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Vorgangsweise
Die Schlüsselprozesse eines Unternehmens (Key Processes) werden in kleinere
Prozesse zerlegt, von denen jeder konkrete Aktivitäten beschreibt, an denen
Mitarbeiter, Anlagen, Informationssysteme oder Ausrüstung beteiligt sind. Sie sind die Hauptabfolge der Ereignisse,
die in Kombination die Schlüsselprozesse definieren.
Prozess-Simulation ist ein wesentliches Kontrollwerkzeug für die Führungsebene
zur Überwachung und Optimierung der Geschäftsprozesse unter diversen
Randbedingungen, z.B. eine raschere Präsenz am
Markt, eine verbesserte Kosten/Nutzenrechnung, erhöhte Produktqualität, Kostenminimierung,
Umsatzmaximierung etc.
Das Wesentliche daran ist, dass die Betriebe den Wert ihrer Betriebsressourcen und
des Anlagevermögens vor allem nach dem Gesichtspunkt beurteilen, mit welchem
Nutzen sie den Schlüsselprozessen des Unternehmens dienen.
Heute behandeln
viele Unternehmen Fragen der Produktivität, der Kosten, der Qualität im Lichte
einer einzelnen Abteilung oder eines Projekts. Wenn z.B. die Lieferabteilung
nicht alle Produkte zeitgerecht wegbringt, dann wird eine weitere Arbeitskraft
unter Vertrag genommen. Dieses Verfahren kann für einzelne Abteilungen oder
Projekte zwar kurzzeitig Erfolge bringen, es ist aber auf Grund der Konstruktionsart
eine sich selbst begrenzende Maßnahme.
Die strategische Führung durch Geschäftsabläufe
hat ein tiefergehendes Fundament. Anstatt ein Symptom einer Fehlstelle mit
einem zwar rasch wirkenden Notheilmittel zu behandeln, wird durch Prozess-Simulation
ein systematisches Vorgehen gewährleistet, welches langfristige Vorteile
sichert; und dies über alle Abteilungen und funktionelle Bereiche des Unternehmens
hinweg. |


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